Kontakt Links Psychotherapie-Blog über mich mein Angebot Personzentriert Psychotherapie
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PSYCHOTHERAPIE PERSONZENTRIERT

im Raum Neunkirchen / Wr. Neustadt

A-2823  Pitten, Obere Feldstraße 283      Tel.: 0677 624 16 116      e-Mail: psy@harasko.eu

Dr. Gerald Harasko

Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision

Psychotherapie - Blog

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Psychosen - Schutzmechanismus des Selbst

20.01.2019

Wenn sich die Wahrnehmung des Erlebten verändert, wird vom Vorliegen einer Psychose gesprochen. Dabei werden häufig Stimmen gehört oder Objekte gesehen, welche von anderen Menschen nicht wahrnehmbar sind.

Psychosen können organisch bedingt sein, z.B. durch Verletzungen oder Erkrankungen des Gehirns oder durch die Einnahme von Drogen. Häufig sind Psychosen aber psychisch bedingt. Psychisch hervorgerufene Psychosen können als "natürlicher" Schutzmechanismus verstanden werden, um unerträgliche, das Selbst zutiefst erschütternde Wahrnehmungen abzuwehren.

Bei psychotischer Symptomatik sollte eine Psychotherapie von einer medizinisch-psychiatrischen Abklärung und Behandlung begleitet werden. In einer Psychotherapie können die Auslöser psychisch bedingter Psychosen bearbeitet werden. Damit können die auslösenden Faktoren einer Psychose minimiert werden, die "Schutzfunktion" der Psychose wird nicht mehr benötigt. Die Psychose begleitende quälende Gefühle werden schwächer oder verschwinden ganz.

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Einfluss fehlender elterlicher Zuwendung auf aggressives Verhalten

09.12.2018

Gefühllosigkeit wird oft landläufig als weitgehend vererbter Charakterzug gesehen. Kürzlich wurde im Journal of the American Academy of Child & Adoloescent Psychiatry eine Studie veröffentlicht, welche einen klaren Zusammenhang zwischen dem Fehlen elterlicher Zuwendung und gefühllosem, aggressivem Verhalten von Heranwachsenden festsetellt.

Dabei wurden eineiige Zwillingspaare untersucht. Die Eltern wurden zu Unterschieden ihres Verhaltens gegenüber ihren Kindern in Bezug auf Härte und gefühlvoller Wärme befragt, und von den Müttern wurden überdies Angaben zum Verhalten ihrer Kinder eingeholt. Daraus ergab sich bei identischer genetischer Voraussetzung ein klarer Zusammenhang zwischen gefühlloserem elterlichen Verhalten und Gefühllosigkeit bzw. aggressivem Verhalten des davon betroffenen Kindes. Fehlende elterliche Zuwendung korreliert demnach bei Ausschluss allfälliger genetischer Effekte unabhängig von Geschlecht und Alter eindeutig mit Aggressivität und gefühllosem Verhalten der Kinder. Ein niedriges Familieneinkommen verstärkt diese Korrelation.

Die Studie ist ein weiterer Hinweis darauf, wie wichtig elterliche Zuwendung und elterliche Wärme für unsere Entwicklung ist. Wir konnten wohl alle in unserer Kindheit die eigene Erfahrung machen, wie bedeutend für uns Verständnis und unbedingte Wertschätzung waren.

Waller, R., Hyde, L. W., Klump, K. L., & Burt, S. A. (2018). Parenting Is an Environmental Predictor of Callous-Unemotional Traits and Aggression: A Monozygotic Twin Differences Study. Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry, 57(12), 955-963. https://doi.org/10.1016/j.jaac.2018.07.882

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Paartherapie und Beziehung

18.11.2018

Wir fühlen uns nicht mehr verstanden. Mitteilungen unserer Partnerin oder unseres Partners gehen an den eigenen Bedürfnissen vorbei. Wir bekommen das Gefühl, dass die eigenen Bedürfnisse zu kurz kommen, dass die Beziehung zunehmend einen einmal eingespielten unausweichlichen Verlauf nimmt und oberflächlich wird.

Wenn wir unsere Bedürfnisse nicht wahrnehmen können, wird unsere Kommunikation widersprüchlich. Was wir bewusst mitteilen, unterscheidet sich von dem, was unsere Partnerin oder unser Partner "zwischen den Zeilen" herauslesen kann. Unser Gegenüber neigt dazu, darauf ebenfalls widersprüchlich zu reagieren. Beide werden sich unverstanden, ja von der anderen Person bedroht fühlen, sie werden eine verteidigende Haltung einnehmen. Die Beziehung wird von beiden zunehmend als oberflächlich und als unbefriedigend erlebt, das Sexualleben wird beeinträchtigt.

Wenn es uns gelingt, die Widersprüche in uns zu klären, uns so anzunehmen, wie wir sind, wird auch unsere Kommunikation weniger widersprüchlich sein. Das fördert klarere Reaktionen unseres Gegenübers. Beide fühlen sich verstanden und so geschätzt, wie sie sind. Die Beziehung wird tiefer und befriedigender.

Personzentrierte Paartherapie geht von den beiden Individuen aus. Die Entfaltung, das Wachstum des Einzelnen wird als Kern für gegenseitiges Verstehen gesehen, worauf die Beziehung als befriedigend erlebt werden kann.

  • Dieser Entfaltungsprozess kann von einer der Personen einer (Paar-)Beziehung ausgehen, oder
  • es kann in einer Paartherapie bzw. Paarberatung von beiden Individuen parallel ausgegangen werden, oder
  • mehrere Paare können sich in einer Therapiegruppe miteinander auf den Weg des individuellen Entfaltungsprozesses machen.

In jedem Fall ist das Individuum mit seinen Bedürfnissen der Ausgangspunkt für einen Prozess, an dessen Ende ein neuer Blick auf sich selbst, auf die Partnerin oder den Partner, sowie auf die Beziehung steht.

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Krise und psychischer Notfall

11.11.2018

       Notrufnummern finden Sie hier

Die Gedanken drehen sich im Kreis, Zerstreutheit stört das Denken, Emotionen können nur schwer wahrgenommen werden oder Gefühle wie Angst, Hoffnungslosigkeit, Trauer, Wut werden übermächtig, Gedanken an Suizid können sich breit machen. Das deutet auf eine psychische Krise hin. Krisen haben stets einen Auslöser. Das kann ein plötzlich eintretendes bedrohliches Ereignis sein (z.B. Tod nahe Stehender, Krankheit, Beziehungskrise). Aber auch eine lang andauernde Belastung durch eine Veränderung im Leben kann eine Krise auslösen. Dabei kann es sich auch um Veränderungen handeln, die positiv gesehen werden (z.B. Schwangerschaft, Heirat, Pensionierung). Wie gut eine Bedrohung bewältigt werden kann, hängt sehr von der Ausgangsstabilität der Persönlichkeitsstruktur ab.

Nach plötzlichen bedrohlichen Ereignissen führt eine anfängliche Schockphase zu Orientierungslosigkeit, Erstarren, Einengung des Bewusstseins oder zu einer Art Betäubung, bei der sich die Person so empfindet, als geschehe alles rund um sie ohne ihre Anteilnahme.

Der Schockphase folgt eine Reaktionsphase, die durch ein Chaos der Gefühle oder eine Depression gekennzeichnet sein kann. Schließlich kann es danach zu einer Bearbeitung der Bedrohung und im guten Fall zu einer Neuorientierung kommen. Im ungünstigen Fall, wenn die Bearbeitung nicht gelingt, kann sich eine Krise chronifizieren.

Entsprechend dieser Phasen geht es bei der Bewältigung einer Krise zuerst einmal darum, den Krisenanlass bzw. die Krise zu verstehen, was oft nicht leicht ist. Das Nachspüren von Gefühlen, die mit der Bedrohung einhergehen, entlastet, und es können einerseits gewohnte Strategien zur Bewältigung neu aktiviert werden, andererseits neue Lösungen zur Bewältigung der Bedrohung gesucht werden.

In der Konfrontation mit andauernden Belastungen bleibt das gewohnte Verhalten zur Problemlösung wirkungslos und die Person fühlt sich als Versagerin, weil sie die Krise nicht bewältigen kann. Eine Mobilisierung sämtlicher interner wie externer Ressourcen kann zu einer Bewältigung der Krise führen. Wenn das nicht gelingt, folgt Resignation und es kommt zu einer Chronifizierung: Rat- und Orientierungslosigkeit machen sich breit, und häufig kommt es zu Substanzmissbrauch, suizidalem Verhalten oder zum Ausbruch von Krankheiten. Nach einer Bearbeitung der Krise in einer Psychotherapie kann schließlich eine Neuorientierung erfolgen.

Wenn Gedanken daran, sich selbst zu töten, übermächtig werden, scheuen Sie nicht, sich rasche Hilfe zu holen. Hier finden Sie Notrufnummern, an die sie sich wenden können.

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Angst und Panikattacken

5.11.2018

Angst wird als sehr qualvoll erlebt, wenn sie über längere Zeit anhält. Angst kann ohne ersichtliche Bedrohung auftreten und dabei so stark sein, dass sie nicht mehr kontrolliert oder ausgehalten werden kann. Angst verursacht damit großes Leid und kann das Leben aufs Äußerste einschränken, weil sich alles auf sie zu konzentrieren scheint.

Angst kann bei manchen Menschen ganz allgemein vorherrschen, ohne auf bestimmte Situationen beschränkt zu sein. Bei anderen sind bestimmte Gegenstände oder soziale Situationen mit starken Angstgefühlen verbunden.

Angst kann sich auch in wiederkehrenden schweren Panikattacken äußern. Panikattacken werden oft mit einem Herzinfarkt verwechselt, sind aber eine natürliche körperliche Reaktion der Flucht- bzw. Angriffsbereitschaft auf eine vermeintliche Bedrohung: Atemnot, ein Gefühl der Enge im Brustbereich und in der Kehle, schneller Atem, Schweißausbrüche, Herzrasen, Schwindelgefühle, ein Zittern und Übelkeit können die Kennzeichen einer Panikattacke sein. Oft sind Panikattacken mit dem Gefühl verbunden, wie weggetreten oder benommen zu sein, nicht mehr selbst zu sein. Panikattacken können von einigen Minuten bis zu einer halben Stunde andauern. Es ist auch eine natürliche Reaktion des Körpers, diese Alarmsituation nach längstens etwa 30 Minuten wieder zu beenden.

Panikattacken sind das Ergebnis automatisierter emotionaler und gedanklicher Vorgänge. Sie beruhen auf der Fehlinterpretation körperlicher Wahrnehmungen, die im Lauf der Zeit durch Wiederholung "gelernt" und so fest verankert wird. Panikattacken können dann durch äußere Situationen ausgelöst werden, die keinen ersichtlichen Zusammenhang mehr mit der Ursache der Angst aufweisen.

In einer Psychotherapie ist es möglich, eigenen Bedürfnissen nachzuspüren und ihnen ausreichend Raum zu geben. Körperliche Wahrnehmungen können so neu interpretiert werden, sodass Panikattacken nicht mehr auftreten und Angstgefühle nicht mehr zur Qual werden.

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